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Fed Cup

1:2 trotz Megafight im Doppel!

Zunächst ein Krimi mit perfektem Ende für Österreich: Im ersten Einzel am zweiten Spieltag kämpfte Patricia Mayr-Achleitner (Bild) die Israelin Julia Glushko mit 6:1, 4:6, 6:2 nieder. Nach Mayr-Achleitners Auftaktsieg traf Yvonne Meusburger auf Shahar Peer und musste sich mit 5:7, 3:6 geschlagen geben. Im abschließenden Doppel unterlagen Patricia Mayr-Achleitner / Tamira Paszek gegen Julia Glushko / Shahar Peer 4:6, 7:5, 3:6.


Nach den ersten beiden Einzelspielen stand es 1:1! Danach reichte nicht einmal "ein Megafight unseres Doppels" (Teammanagerin Marion Maruska), um den zweiten Spieltag als Sieger beenden zu können. Zunächst hatte im zweiten Gruppenspiel der Europa-Afrika-Zone Patricia Mayr-Achleitner im Syma Event and Congress Centre in Budapest erneut ihre aktuelle Hochform bewiesen und ließ ihrem Sieg am Mittwoch gegen die Slowenin Masa Zec-Peskiric den nächsten Erfolg, diesmal gegen das israelische Team, folgen: Österreichs Nummer 2 schlug Julia Glushko (WTA 90) mit 6:1, 4:6, 6:2 und brachte Österreich damit mit 1:0 in Führung. Hatte sie sich der gebürtigen Ukrainerin im bisher einzigen Duell der beiden (2013: Finale in Innisbrook) noch in drei Sätzen geschlagen geben müssen, so startete Mayr-Achleitner rasant in die heutige Partie: Die Weltranglisten-81. nahm Glushko bereits deren erstes Aufschlaggame zum 2:0 ab, ließ ein nächstes Break zum 5:1 folgen und ließ sich diesen Vorsprung nicht mehr nehmen. "Zu Beginn bin ich wirklich explodiert und hab sie richtig überrollt", strahlte Mayr-Achleitner unmittelbar nach der Partie. "Ich hab kaum Fehler gemacht und sehr aggressiv gespielt."

Leitgeb_in_Budapest

Ein Krimi bis zum Schluss!
Auch im zweiten Satz powerte sie - unterstützt von einer Fangruppe rund um ÖTV-Präsident Ronnie Leitgeb (re.), ÖTV-Geschäftsführer Thomas Hammerl (li.), Dr. Peter Thirring und Christian Worsch (Simacek) - die 24-jährige Rechtshänderin zu Beginn in die Defensive und ging mit dem ersten möglichen Break mit 1:0 in Führung. Danach kam Glushko immer besser ins Spiel, konterte mit dem Rebreak zum 2:2 und aus Sicht der Österreicherin dem nächsten Break zum 3:5. "In dieser Phase hab ich etwas nachgelassen", so Mayr-Achleitner. "Sie ist dadurch besser ins Match reingekommen, hat auch besser gespielt." Die für ihren Kampfgeist bekannte Tirolerin ließ dennoch nicht locker, verkürzte auf 4:5, musste aber wiederum ihr eigenes Service und damit den zweiten Satz abgeben. Der dritte Satz bot dann Spannung pur: Zunächst Break von Glushko zum 2:0, sofort aber das Rebreak von Mayr-Achleitner zum 1:2, die nächsten Breaks der Österreicherin zum 3:2 und 5:2, die sich diesen Vorsprung nicht mehr nehmen ließ. "Da hab ich Gott sei Dank noch etwas drauflegen können", so Mayr-Achleitner, die sich die vielen Breaks und Rebreaks in dieser Partie so erklärte: "Nach einer gewissen Zeit ist es im Match oft leichter zu retournieren als aufzuschlagen, da wir meistens mit Männern trainieren, die hart aufschlagen." Im zweiten Einzel bekommt es Yvonne Meusburger (WTA 38) mit Shahar Peer (WTA 86) zu tun. Im restlichen Spiel der Gruppe C trifft die ÖTV-Auswahl am Samstag (10:00 Uhr) auf die Ukraine, die derzeit die Gruppe C anführt. Der Gruppensieger spielt am Sonntag im Play-off, der Sieger dieses Duells darf um den Aufstieg in die Weltgruppe II 2015 kämpfen.

"Tolles Match auf hohem Niveau"
Nach Patricia Mayr-Achleitners Auftaktsieg gegen Julia Glushko im zweiten Gruppenspiel der Europa-Afrika-Zone in Budapest traf Yvonne Meusburger (WTA 38) auf Shahar Peer (WTA 86) und musste sich mit 5:7, 3:6 geschlagen geben. Damit muss die Entscheidung im Duell mit Israel im abschließenden Doppel fallen. Bisher hatte Österreichs Fed Cup-Team mit Peer durch die Bank nur negative Erfahrungen gesammelt: Beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Nationen (2007: Weltgruppen-Playoff in Linz) hatte Peer sowohl Tamira Paszek als auch Yvonne Meusburger sowie das ÖTV-Doppel Tamira Paszek / Melanie Klaffner jeweils in zwei Sätzen geschlagen. Und auch heute bewies die ehemalige Weltranglisten-11. (31.1.2011), dass ihr das ÖTV-Team offensichtlich sehr gut liegt: Insgesamt konnte sie sieben von vierzehn Breakchancen verwerten - im ersten Satz zum 3:4, 5:4 und 6:5, im zweiten Satz zum 1:0, 3:0, 4:1, 3:6. Auf der anderen Seite des Netzes spielte mit Yvonne Meusburger heute eine Spielerin, die ihrerseits zwar vier ihrer neun Breakcancen nutzen konnte, aber fehleranfälliger als ihre Gegnerin spielte. "Das war heute ein ganz hartes und enges Match auf tollem Niveau, in dem beide an ihre Grenzen gegangen sind", so Thomas Hammerl. Damit muss die Entscheidung im Duell mit Israel im abschließenden Doppel fallen. Patricia Mayr-Achleitner / Tamira Paszek verloren "in einem Megafight" (Teammanagerin Marion Maruska) gegen Julia Glushko / Shahar Peer 4:6, 7:5, 3:6. Damit benötigt Österreichs Team nach dem 3:0-Auftaktsieg über Slowenien und der 1:2-Niederlage gegen Israel im letzten Gruppenspiel der Gruppe C am Samstag gegen die Ukraine (10:00 Uhr) unbedingt einen Sieg, um weiterhin die Chance auf den Aufstieg in die Weltgruppe II zu wahren. Der Gruppensieger spielt am Sonntag im Play-off, der Sieger dieses Duells darf um den Aufstieg in die Weltgruppe II 2015 kämpfen.



FED CUP, EUROPA-AFRIKA-ZONE, GRUPPE I

Ort: Syma Event and Congress Centre, Budapest (HUN)
Untergrund: Hardcourt
Termin: 4. – 9. Februar 2014


Erster Spieltag

Österreich – Slowenien: 3:0

Patricia Mayr-Achleitner - Masa Zec-Peskiric: 6:2, 6:3
Yvonne Meusburger - Nastja Kolar: 6:2, 6:3
Sandra Klemenschits / Tamira Paszek - Andreja Klepac / Nastja Kolar: 7:5, 7:5


Zweiter Spieltag

Österreich – Israel: 1:2

Patricia Mayr-Achleitner - Julia Glushko: 6:1, 4:6, 6:2
Yvonne Meusburger - Shahar Peer: 5:7, 3:6
Patricia Mayr-Achleitner / Tamira Paszek - Julia Glushko / Shahar Peer: 4:6, 7:5, 3:6



Der Spielplan
Mittwoch, 5.2., 10:00 Uhr: Österreich – Slowenien
Donnerstag, 6.2., 16:00 Uhr: Österreich – Israel
Samstag, 8.2., 10:00 Uhr: Österreich – Ukraine

Bisherige Begegnungen
Österreich – Slowenien: 0:1
2009: Europa/Afrika-Zone, Gruppe C, 1:2

Österreich – Israel: 1:2
1982: 1. Runde, Weltgruppe, 2:1
1987: Weltgruppe, Consolation-Runde, 0:2
2007: Weltgruppen-Playoff, 1. Runde, 1:4

Österreich – Ukraine: 1:0
1994: Europa/Afrika-Zone, Viertelfinale, 3:0


Die Teams

GRUPPE A
Belgien: Kirsten Flipkens, Yanina Wickmayer, Alison van Uytvanck, An-Sophie Mestach. Captain: Ann Devries
Kroatien: Donna Vekic, Petra Martic, Tereza Mrdeza, Darija Jurak. Captain: Iva Majoli
Niederlande: Kiki Bertens, Arantxa Rus, Richel Hogenkamp, Michaella Krajicek. Captain: Paul Haarhuis
Luxemburg: Mandy Minella, Anne Kremer, Claudine Schaul, Tiffany Cornelius. Captain: Johny Goudenbour

GRUPPE B
Großbritannien: Laura Robson, Johanna Konta, Heather Watson, Tara Moore. Captain: Judy Murray
Ungarn: Timea Babos, Reka-Luca Jani, Melinda Czink, Agnes Bukta. Captain: Levente Baratosi
Rumänien: Simona Halep, Sorana Cirstea, Monica Niculescu, Irina-Camelia Begu. Captain: Alina Cercel-Tecsor
Lettland: Diana Marcinkevica, Jelena Ostapenko, Laura Gulbe, Darta-Elizabete Emulina. Captain: Juska Daiga

GRUPPE C
Österreich: Yvonne Meusburger, Patricia Mayr-Achleitner, Tamira Paszek, Sandra Klemenschits. Captain: Clemens Trimmel
Ukraine: Elina Svitolina, Nadiya Kichenok, Olga Savchuk, Lyudmyla Kichenok, Captain: Natalia Medvedeva
Slowenien: Masa Zec-Pesciric, Nastja Kolar, Dalila Jakupovic, Andreja Klepac. Captain: Tina Pisnik
Israel: Shahar Peer, Julia Glushko, Keren Schlomo, Ofri Lankri. Captain: Amos Mansdorf

GRUPPE D
Weißrussland: Olga Govortsova, Aliaksandra Sasnovich, Ilona Kremen. Captain: Tatiana Poutchek
Bulgarien: Elitsa Kostova, Izabella Shinikova, Viktoriya Tomova, Borislava Botushvarova. Captain: Dora Rangelova
Portugal: Michelle Larcher de Brito, Maria Joao Koehler, Barbara Luz, Ines Murta. Captain: Andre Lopes
Türkei: Cagla Buyukakcay, Pemra Ozgen, Basak Eraydin, Ipek Soylu. Captain: Alaaddin Karagoz


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